Aufenthalt auf dem Naturcampingplatz in Korsika

Naturschutzgebiete

Sie interessieren sich für Ökotourismus und für die einzelnen Schritte Richtung nachhaltigen Tourismus? Die außergewöhnliche Natur des FKK-Campingplatzes auf Korsika (Düne, Strand, Buschland, Salzteich, Wildtierarten, endemische Flora), erfordert eine permanente Anstrengung, um den Schutz dieser natürlichen Räume zu gewährleisten. Als Co-Manager des Terrenzana-Teichs mit dem Conservatoire du littoral de Corse setzt sich Riva Bella aktiv für die Erhaltung und den Schutz dieses Lebensraums ein: Förderung eines nachhaltigen Tourismus, um negative Auswirkungen durch touristische Aktivitäten zu begrenzen durch Sensibilisierung der Öffentlichkeit für dessen Bedeutung, Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die vorhandene Artenvielfalt sowie durch Kampagnen für die Wiederherstellung der Dünenlandschaft.

Camping in der Natur

Der Salzsee von Terrenzana nimmt den südlichen Teil des Geländes ein, im Norden befinden sich das Feriendorf, der Campingplatz und die in die Macchia integrierten Unterkünfte und Gebäude, im Westen erstreckt sich eine weite Fläche wilder Vegetation, im Osten schließlich liegt der Strand, der an das Mittelmeer grenzt. Vom korsischen Naturcampingplatz aus sind Sie in unmittelbarer Nähe von weiteren herrlichen Stränden wie Santa Giulia, der Palombaggia bei Ile Rousse oder auch den Lavezzi-Inseln. In einem schattigen und geschützten Naturgebiet gelegen, wird der Familiencampingplatz für Sie zur echten Oase der Ruhe. Dabei sind Sie nur einen Steinwurf vom Stadtzentrum von Aléria in Haute-Corse, Porto-Vecchio und den schönsten Stränden der Umgebung entfernt. Für ein Wochenende oder einen längeren Urlaub buchen Sie unseren Campingplatz oder eins unserer Bungalows für Ihren Aufenthalt mit beheiztem Pool und Kinderclub.

Der Salzteich von Terrenzana

Der Teich von Terrenzana befindet sich am Rande unseres korsischen Campinglatzes, ist salzhaltig und bietet daher Mückenkolonien keine Brutstätte. Außerdem sorgt die Vielfalt von Gecko- und Fledermausarten, die sich von den Insekten ernähren, für eine reduzierte Anzahl von Mückenschwärmen.

Der Teich ist ein wichtiger Lebensraum für die ökologische Biodiversität der Gegend. Er hat seinen natürlichen Charakter bewahrt und blieb bisher von starker Verschmutzung verschont. Der Teich und seine Umgebung ist repräsentativ für die ehemalige Landschaft der gesamten östlichen Region von Korsika, bevor diese durch Landwirtschaft verändert wurde.

Der Teich hat eine direkte Verbindung zum Meer. Ein relativ großer Vorrat an Süßwasser verhindert, dass er einen zu hohen Salzgehalt erreicht.

Der tektonische Ursprung des Teiches führt zu :

  • mit Binsen bewachsene Ufer;
  • einem Schilfgürtel im Norden;
  • spärliches hygrophiles Gehölz um den Teich (Tamariske und Erle);
  • ein Küstenwald mit Wacholderbäumen;
  • niedriges Gebüsch mit Arbutus, Zistrosen, Zistrosen, Heidekraut, Rosmarin, im Süden und Westen des Gebietes auf den entwässerten Flächen;
  • ein Ruppia- und Charas-Herbarium im Teich.

Der sumpfige Erlenwald westlich entlang der Straße nach Riva Bella ist von großer Bedeutung für Botaniker durch sein reiches Vorkommen von bedeutsamen Gewächsen wie dem Großblättrigen Hahnenfuß, dem Adderzungenspeerkraut und vor allem dem Wasser-Hahnenfuß, der unter Artenschutz steht. Darüber hinaus gibt es im äußeren südöstlichen Teil des Geländes Felder der Orlaya Grandiflora.

Nördlich der Straße zum korsischen Naturcampingplatzes herrschen perfekte Bedingungen für Amphibien und Reptilien, so dass hier unter anderem die Griechische Landschildkröte beheimatet ist. In Bezug auf die verschiedenen Vogelarten stellt dieses Gebiet und insbesondere der Schilfbestand am Teich, trotz des ausgeprägten Salzgehaltes, einen attraktiven Nistplatz für Wasservogelarten dar. Das Gebiet wird außerdem von vielen Zugvögeln auf Ihrer Durchreise besucht und weist sowohl im Frühjahr als auch im Herbst eine Vielzahl an Watvögeln (Sammelbezeichnung für mehrere Familien der Wat- und Möwenvögel, die sich in Feuchtgebieten aufhalten) und anderen Wasservögeln (verschiedene Arten von Gelbschenkeln, Schnepfenvögeln, Reihern, Enten…) auf.

Der korsische Maquis

Die Maquis (korsisch : Macchia) bezeichnet ursprünglich den Buschwald der Mittelmeerländer. Sie ist dicht, meist undurchdringbar und besteht hauptsächlich aus trockenheitsresistenten Sträuchern. Dieser Buschwald ist typisch für die korsische Landschaft und setzt sich aus verschiedenen Pflanzenarten zusammen, darunter Erdbeerbaum, Myrte, Zistrosengewächse, Baumheide, Steineiche, Schmalblättrige Steinlinde und Mastixstrauch (Wilde Pistazie).

Entlang der Küstenlinie und an den warmen Hängen geht der Buschwald in eine offene Strauchheidenformation über. Hier können Sie weitere interessante Flora entdecken wie Kaktusfeigen, amerikanische Agaven, Aloe-Pflanzen, Eukalyptus und Zedernbäume. Man findet Dornginster, Wacholder, Myrte, Affodill, Disteln und Alpenveilchen, Immortellen (Italienische Strohblume), Lavendel, Rosmarin und duftenden Thymian. Majestätische Stein- und Korkeichen bilden hier den Übergang zur korsischen Macchia.

Die Düne

Eine vielfältige Vegetation lässt sich auch direkt am Strand erfahren. Hier wachsen unter anderem Wacholder (Juniperus oxycedrus subsp macrocarpa), eine Art, die an der Mittelmeerküste selten und auf dem Festland gar nicht zu finden ist. Entlang des Strandes finden wir zusätzlich Indigolupine (Falscher Indogo), Strand-Gänseblümchen, Strand-Kreuzblatt (Cruicianella Maritima), Strand-Schneckenklee (Medicago Marina), Fellsamengras (Sporobolus pungens), Strand-Quecke (Elytrigia juncea), Schneeweiße Strandfilzblume...

Endemische und andere Wildpflanzen helfen im Kampf gegen die Erosion durch Wind und Wettereinflüsse, dürfen daher nicht gepflückt oder zertrampelt werden.

Dünenbegrünung

Mithilfe des Nationalen Botanischen Konservatoriums von Korsika setzen wir uns für die Begrünung und den Erhalt der Dünen ein, um den Rückgang der Küstenlinie aufzuhalten bzw wo die Natur bereits zerstört wurde versuchen wir diesen Prozess rückgängig zu machen.

Der Standort kämpft vor allem mit invasiven Arten, so dass zwei Grundpfeiler zur Bekämpfung entwickelt wurden :

  • die invasiven Arten ausrotten
  • eine natürliche Pflanzendecke wiederherstellen, damit die Dünenlandschaft ihre Ursprünglichkeit behält und damit die Auswirkungen der Erosion (so weit wie möglich) reduziert wird.

Wenn Sie sich an unserer Aktion beteiligen möchten, finden Sie weiter unten alle nützlichen Informationen hierzu. Es folgt eine Darstellung der natürlich vorkommenden Arten, die zur Begrünung eingesetzt werden sowie eine Beschreibung der invasiven Arten, die es zu entfernen gilt.

Invasive Arten

Carpobrotus, aus der Familie der Mittagsblumengewächse, wurde wegen ihrer schönen Blüten und ihrer Widerstandsfähigkeit überall an der Mittelmeerküste eingeführt. Sie haben sich den Bedingungen hervorragend angepasst und stellen heutzutage durch ihre Invasion eine Bedrohung für die vorhandenen Arten in empfindlichen Ökosystemen dar. Carpobrotus sind sukkulente, kahle Sträucher, die kriechend bis zu 3 Meter lange Matten bilden können. Die am Stängel sitzenden Blätter sind dickfleischig, gerade oder gebogen und im Querschnitt rund, dreieckig oder scharf dreikantig. Die auffälligen Blüten sind röhrenförmig und haben einen Durchmesser bis zu 10cm. Sie blühen im Frühjahr je nach Gattung von violett bis weiß und bilden einen « Blütenteppich », der sich nachts schließt.  Aus den Blüten entwickeln sich dann die samengefüllten Früchte.

Die Gattung hat sich perfekt gegen Trockenheit, sehr hohe Hitze und Gischt angepasst. Sie wachsen auch auf steinigstem Boden, praktisch ohne Erde. Sie bedecken zwar große Flächen, jedoch ist ihr Wurzelgeflecht nur oberflächlich ausgebildet, so dass sie nicht zur Stabilisation des Bodens sondern zu dessen Abtragung durch Erosion beitragen.

Durch Tiere (Vögel, Ratten usw.) verbreiten sich Carpobrotus in der Natur schnell und verdrängen dadurch invasiv die einheimischen Arten. Unser erster Grundpfeiler baut somit auf die Ausrottung von Carpobrotus in bestimmten Gebieten. Damit sich dort einheimische Arten erneut etabliert das heißt sich wieder leichter verbreiten und vermehren können.

Angepasste Arten

Unsere zweite Maßnahme ist die Vermehrung von Arten, die perfekt an die Dünenlandschaft angepasst sind. Je nach Art können zwei Techniken zur Vermehrung angewendet werden: entweder die Ernte und anschließende Aussaat bereits vorhandener Arten (generative Vermehrung) oder das Setzen von Stecklingen (vegetative Vermehrung).

Aussaat:

Das Saatgut wird im Sommer geerntet und bis zur Aussaat im Herbst an einem kühlen, trockenen Ort gelagert.

Betroffene Arten: Geißkleeartiger Hornklee (Lotus cytysoides), Strand-Gänseblümchen (Anthemis maritima), Strand-Kreuzblatt (Cruicianella Maritima) und alle Arten, die auf der Vordüne vorkommen und von denen man leicht Samen sammeln kann.

Stecklinge:

Ein Steckling, im Gegensatz zu einem natürlichen Trieb, ist ein Sprossteil einer Pflanze, das zur vegetativen Vermehrung von der Mutterpflanze geschnitten wird. Durch eigene Wurzelbildung können sie anschließend eine neue Pflanze hervorbringen. Stecklinge können durch schnellen Wuchs eine wirksame Bodenbedeckung und somit Schutz vor Erosion bilden. Unsere Stecklinge werden im Herbst geschnitten.

Betroffene Arten : Strand-Schneckenklee (Medicago Marina), Fellsamengras (Sporobolus pungens), Strand-Quecke (Elytrigia juncea), Schneeweiße Strandfilzblume (Achillea maritima)

Diese Maßnahmen ermöglichen es einheimische und an die Umgebung angepasste Arten wieder anzusiedeln und so nach und nach die Carpobrutus zu ersetzen.

Für den hinteren Teil der Düne bevorzugen wir Bäume und Sträucher wie: Wacholder (Juniperus phoenicea) und Rosmarin (Rosmarinus officinalis).

In bereits stark erodierten Bereichen kann ebenfalls eine Vegetation durch neue Bepflanzung wieder hergestellt werden; am Besten eignet sich hierfür die Jahreszeit Herbst nach den ersten Regenfälle.

Unser Campingplatz ermöglicht es Ihnen die schönsten Naturschauplätze der Haute-Corse zu entdecken, insbesondere die Lavezzi-Inseln, den Badeort Porto Vecchio, die Ile Rousse, die paradiesischen Strände von Santa Giulia und Roccapina und das alles inmitten der geschützten Natur.